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Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. - vzbv

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Fachbereichsleiter Gesundheit/Ernährung
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Gesundheitspolitik aus Verbrauchersicht - Hintergrundpapier März 2010

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PRESSEMITTEILUNGEN

Gesundheitspolitik: Raus aus den ideologischen Schützengräben

vzbv fordert Gesundheitspolitik aus Verbrauchersicht

08.03.2010 - Inhaltliche Konzepte statt Hahnenkämpfe hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in der Gesundheitspolitik gefordert und Anforderungen an eine verbrauchergerechte Gesundheitsreform vorgelegt. "Wir brauchen keine öffentlich ausgetragene Stellungskriege, sondern endlich einen einheitlichen Ordnungsrahmen, der Wettbewerb an den richtigen Stellen gewährleistet", sagte Vorstand Gerd Billen in Berlin. Die hitzige Debatte um die Gesundheitsprämie blende wesentliche Fragen aus. Die Bundesregierung müsse jetzt Zahlen und Daten auf den Tisch legen, um die Vor- und Nachteile der einzelnen Vorschläge bewerten zu können.

"Wettbewerb, Qualität, Effizienz und Verbrauchersouveränität", bilden laut Billen die Richtschnur für die Strategiedebatte. Die jüngst eingesetzte Regierungskommission müsse sich allen Zukunftsfragen des Gesundheitswesens stellen und dabei in die Rolle der Patienten und Versicherten schlüpfen. Billen: "Die Verbraucher wollen endlich Verlässlichkeit." Fortwährende Anpassungen bei Leistungskatalogen oder Beträgen sorgten für Unmut und Verunsicherung.

Wettbewerb braucht vernünftigen Ordnungsrahmen
Um den Grundsatz der Gerechtigkeit im Gesundheitssystem zu verankern, setzt der vzbv auf die Abschaffung des Zwei-Säulen-Modells. Das ineffiziente Nebeneinander von privater und gesetzlicher Krankenversicherung müsse ein Ende haben. "Ein gerechter und einheitlicher Wettbewerbsrahmen muss gewährleisten, dass es bei der Verteilung der Beitragslasten und beim Zugang zur medizinischen Versorgung gerechter zugeht", sagt Billen. Dass eine identische Leistung je nach Kassenzugehörigkeit unterschiedlich viel wert ist, sei nicht nachvollziehbar. Mehr Wettbewerb unter den Kassen sei ebenso erforderlich wie innovative Zusatzversicherungen.

Ausgaben müssen auf den Prüfstand
In der Debatte um die Finanzierung des Gesundheitswesens muss nach Auffassung des vzbv die Ausgabenseite viel stärker in den Fokus rücken. In den großen Ausgabenposten Krankenhaus, Arzneimittel und ärztliche Versorgung schlummern erhebliche Wirtschaftlichkeitsreserven. "Einerseits geht es den Menschen um eine angemessene Versorgung. Sie wollen sich auf die Leistung ihres Arztes, ihrer Therapeutin oder ihres Apothekers auch in Zukunft verlassen können", bringt Billen den Qualitätsanspruch der Verbraucher auf den Punkt. Andererseits erwarten sie, dass die Mittel effizient eingesetzt werden, um nicht immer tiefer in die Tasche greifen zu müssen. Die bestehenden Effizienzpotenziale im Gesundheitswesen müssen konsequent erfasst und ausgeschöpft werden, so der vzbv.

Zur Verbesserung von Wirtschaftlichkeit und Qualität fordert der vzbv:


Transparenz und Mitsprache sicherstellen
Um eine zukunftsfähige Gesundheitspolitik aus Verbrauchersicht entwerfen zu können, fordert der vzbv die Stärkung der Verbrauchersouveränität im Gesundheitssystem und Grundregeln zur Transparenz und Beteiligung.


Weitere Informationen:

  • Hintergrundpapier "Gesundheitspolitik aus Verbrauchersicht"
  • oder im Dokumentendownload rechts auf der Seite

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