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04.04.2013 > Dokument

Energiewende: Weichen stellen für die Zukunft

Angesichts weiter steigender Kosten muss die Politik rechtzeitig gegensteuern
Quelle: 
Peter Atkins – fotolia.com

Der Energiegipfel im Kanzleramt hat gezeigt: Für eine erfolgreiche Fortsetzung der Energiewende sind politische Anpassungen unumgänglich. Die Förderung Erneuerbarer Energien muss verschlankt werden. Solar- und Windenergie genügen, um die Ziele der Energiewende zu erreichen. Gleichzeitig werden neue Institutionen benötigt, um die Koordination der Energiewende zu verbessern.

Der Anstieg der EEG-Umlage auf 5,28 Cent/kWh zu Beginn des Jahres war nur ein Vorbote. Für die nächsten Jahre ist mit weiteren Preiserhöhungen zu rechnen. Um die zukünftige Kostenbelastung der Verbraucher zu begrenzen, muss die Politik rechtzeitig gegensteuern. Zu den notwendigen Maßnahmen zählt insbesondere die Streichung teurer Technologien aus dem Förderkatalog. Denn die Potentiale von Solarenergie und Windkraftanlagen auf dem Festland reichen aus, um die Energiewende erfolgreich und zugleich günstiger als bisher umzusetzen.  

Ausbau von Offshore-Windenergie bremsen

Der Bau von Windkraftanlagen weit vor der Küste erweist sich immer mehr als ökonomische Fehlplanung, aus dem nicht einmal industriepolitisches Kapital geschlagen werden kann. Denn international wird sich allenfalls Seewindenergie in Küstennähe durchsetzen. In Deutschland ist dies aufgrund des Wattenmeeres allerdings nicht möglich. Die Offshore-Anlagen sollten daher deutlich langsamer als geplant ausgebaut werden. Eine installierte Leistung von 5 Gigawatt bis zum Jahr 2020 reicht vollkommen aus.  

Koordination durch ein Bundesamt für Energie verbessern

Wie das Scheitern des jüngsten Energiegipfels gezeigt hat, existieren gravierende Interessenkonflikte zwischen Bund und Ländern. Diese Interessenkonflikte lassen sich in dem bestehenden institutionellen Rahmen kaum beheben. Abhilfe könnte ein Bundesamt für Energie schaffen. Damit ließen sich Netzplanung, Energieeffizienz sowie der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der notwendigen Reservekapazitäten besser aufeinander abstimmen.

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