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Urteile
Reiseveranstalter darf Flugzeit nicht ändern
OLG Celle vom 7.02.2013 (11 U 82/12)
Ein Reiseveranstalter darf die in der Buchung angegebenen Flugzeiten nicht ohne triftigen Grund ändern. Eine von TUI Deutschland verwendete Klausel, nach der die Flugzeiten unverbindlich sind, benachteiligt den Kunden unangemessen und ist unwirksam. Das hat das Oberlandesgerichte Celle nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen TUI Deutschland entschieden.
Airline darf nach Flugbuchung nicht von Deutsch zu Englisch wechseln
Bietet eine Fluggesellschaft die Online-Buchung in deutscher Sprache an, muss sie auch die Buchungsbestätigung und alle weiteren Fluginformationen in Deutsch versenden. Sonst muss sie schon vor der Buchung klarstellen, dass die Reiseunterlagen nur in Englisch zur Verfügung stehen. Das hat das Landgericht Essen nach einer Klage des vzbv gegen Wizz Air entschieden.
Airline muss über Änderung der Flugzeiten informieren
KG Berlin vom 18.01.2012 (23 U 166/11)
Eine Klausel in den Geschäftsbedingungen einer Fluggesellschaft, nach der sich die Airline lediglich „bemüht“, den Kunden über einen annullierten oder verschobenen Flug zu informieren, ist unwirksam. Das hat das Kammergericht Berlin nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen den Billigflieger easyJet entschieden.
Airline muss alle obligatorischen Kosten in Flugpreis einrechnen
Das Berliner Kammergericht hat Air Berlin untersagt, im Internet mit unvollständigen und irreführenden Flugpreisen zu werben. Die Fluggesellschaft muss künftig die Flugpreise immer inklusive Steuern, Gebühren und Kerosinzuschlägen ausweisen, entschieden die Richter nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).
Ryanair muss Bearbeitungsgebühr in Flugpreis einrechnen
Das Berliner Kammergericht hat dem Billigflieger Ryanair untersagt, im Internet mit unvollständigen Flugpreisen zu werben. Die Fluggesellschaft muss auch die Buchungsgebühr von 5 Euro für die Bezahlung des Tickets in den Preis einrechnen. Damit gaben die Richter einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) statt.
Fluggesellschaft darf keine Stornogebühr verlangen
Eine Fluggesellschaft darf kein Entgelt für die Bearbeitung stornierter oder nicht angetretener Flüge verlangen. Das hat das Landgericht Berlin nach einer Klage des vzbv gegen Air Berlin entschieden.
Airline darf keine Kreditkartengebühr verlangen
KG Berlin vom 29.11.2011 (5 U 90/11)
Das Berliner Kammergericht hat dem Billigflieger easyJet untersagt, Buchungsgebühren für die Zahlung des Tickets per Kreditkarte zu verlangen. Damit gaben die Richter einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) statt.
Flug darf nicht von Vorlage der Kreditkarte abhängen
OLG Frankfurt/Main vom 8.09.2011 (16 U 43/11)
Eine Fluggesellschaft darf einem Kunden nicht den Flug verweigern, wenn er am Check-In-Schalter die Kreditkarte nicht vorzeigen kann, mit der er das Ticket gezahlt hat. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen die spanische Airline Iberia entschieden.
Airline darf Flug nicht von Vorlage der Kreditkarte abhängig machen
Eine Fluggesellschaft darf einem Kunden nicht den Flug verweigern, weil er am Check-In-Schalter die Kreditkarte nicht vorzeigen kann, mit der er das Ticket gezahlt hat.
Lufthansa muss volle Service-Gebühr in Flugpreis einrechnen
Eine Fluggesellschaft muss im Internet Flugpreise angeben, die eine anfallende Service-Gebühr in voller Höhe enthalten. Ermäßigungen, die nur für bestimmte Zahlungsarten gelten, darf sie nicht herausrechnen.


