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Verbraucher beim nachhaltigen Konsum unterstützen

Staatliche Mindestanforderungen für sozial und ökologisch verantwortungsvolle Produktion etablieren

Vor welchem Problem stehen Verbraucher?

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher legen Wert darauf, dass Kleidung, Lebensmittel oder Elektrogeräte nicht auf Kosten der Umwelt oder der Menschen, die sie herstellen, produziert werden. Aktuell gibt es über 1.000 verschiedene Siegel auf dem Markt, die Nachhaltigkeitseigenschaften ausloben. Dabei ist der Begriff „nachhaltig produziert“ nicht einheitlich definiert und die Orientierung für Verbraucher im Siegeldschungel schwer. Hinzu kommt, dass einige Auslobungen schlicht beschönigend und rein werblich motiviertes „Green Washing“ sind.

So kann’s gehen:

Alle Branchen, egal ob Textilien oder Lebensmittel, brauchen klare und verbindliche staatliche Kriterien dafür, was unter sozial und ökologisch verantwortungsvoller Produktion zu verstehen ist. Dazu gehören etwa Regeln zur umweltverträglichen Rohstoffgewinnung oder Arbeitsschutzstandards. Für Bio-Lebensmittel gibt es etwa die bewährte EG-Öko-Verordnung, die Mindeststandards für die ökologische Produktion vorschreibt. Nur wenn diese Standards eingehalten werden, dürfen Produkte das grüne Blatt mit den Eurosternen tragen und als „biologisch erzeugt“ bezeichnet werden. Auch für die soziale und ökologische Dimension anderer Produkte müssen staatliche Mindestanforderungen geschaffen werden. Verbraucher sollten beim Kauf auf einen Blick erkennen können, ob beispielsweise die neue Winterjacke diese Mindeststandards einhält.

* Quelle: Anzahl der Verbraucher, für die es beim Kauf wichtig ist, dass Unternehmen sozial und ökologisch verantwortlich handeln; Umfrage der VUMA Arbeitsgemeinschaft, 2017
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