Stiftung Verbraucherschutz

Verbraucherschutz bedarf ergänzender, zukunftsorientierter Finanzierungsformen für die unabhängige Verbraucherarbeit

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In der modernen Marktgesellschaft verändern sich die Anforderungen an Verbraucheraufklärung, Verbraucherinformation, Verbraucherberatung, Interessenvertretung, Marktbeobachtung und Rechtsdurchsetzung laufend. Um diesen Ansprüchen nachkommen zu können, hat der Verbraucherzentrale Bundesverband die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz gegründet.

Neben dem Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände gehören zu den ersten Zustiftern der Deutsche Mieterbund, die Verbraucherzentralen Bremen und Sachsen-Anhalt sowie der Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften.

Als selbstständige Fördereinrichtung bietet sie öffentlichen Institutionen, Wirtschaftsverbänden, Unternehmen und interessierten Privatpersonen die Möglichkeit zu sichtbarem und dauerhaftem Engagement für Verbraucher. Zugleich bewahrt eine Stiftung die Unabhängigkeit und damit Glaubwürdigkeit des Verbraucherzentrale Bundesverbandes und seiner Mitglieder.

Selbstbestimmung der Verbraucher stärken

Die aus Mitteln der Stiftung finanzierten Aktivitäten sollen dazu beitragen, die Stellung der Verbraucher in der sozialen Marktwirtschaft zu stärken, den Verbraucherschutz zu fördern und zur Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

Am 8. Juli 2010 händigte die Berliner Justizsenatorin Gisela von der Aue dem Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes die Anerkennungsurkunde aus.

Wettbewerb „Verbraucherschutz lohnt sich“

Beim Wettbewerb „Verbraucherschutz lohnt sich“ wurden Textbeiträge prämiert, die verdeutlichen, welche finanziellen, sozialen und ökologischen Wirkungen Verbraucherschutz hat. Es gingen viele interessante Beiträge ein, von denen am 23.11.2011 die zehn besten prämiert wurden.

Die Jury setzte sich aus den Kuratoriumsmitgliedern zusammen, namentlich Mechthild Heil (MdB, CDU), Elvira Drobinski-Weiss (MdB, SPD), Nicole Maisch (MdB, Bündnis 90/Die Grünen), Caren Lay (MdB, Die Linke), Prof. Dr. Erik Schweickert (MdB, FDP), Dr. Christian Grugel (BMELV), Dr. Ulrich Ott (ING-DiBa).“

Zehn Millionen Euro für die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz

Am 26. November 2010 hat der Bundestag beschlossen, für die Arbeit der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz ein zusätzliches Stiftungskapital von zehn Millionen Euro bereitzustellen.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner begrüßte die Entscheidung als "wichtigen Schritt" auf dem Weg zur Stärkung des Verbraucherschutzes in Deutschland.

"Die Globalisierung und Liberalisierung der Märkte stellt wachsende Anforderungen an den Verbraucherschutz, aber auch an Verbraucherinformation und Verbraucherbildung", so Aigner. Die im Aufbau befindliche Stiftung könne einen bedeutenden Beitrag leisten, in Zukunft auch jene Bevölkerungsschichten stärker anzusprechen, die besonders auf Information und Beratung angewiesen seien – insbesondere Familien mit Kindern, Senioren oder Haushalte mit geringem Einkommen.

Audio: Startschuss für die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz

(3:38 Min.)

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Julian Fischer
Geschäftsführer
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