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Kultusminister müssen bei Verbraucherbildung Flagge zeigen

vzbv und seine Mitgliedsorganisationen fordern Maßnahmen von Bund und Ländern

08.05.2012
Schulkinder im Unterricht; Quelle: TatianaMironenko / istockphoto.com
Verbraucherbildung in Schulen fordert der vzbv
Bildquelle: Tatiana Mironenko / istockphoto.com

Eine Initiative der Kultusministerkonferenz zur Stärkung der Verbraucherbildung in Schulen fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Heute findet in Berlin die zweite Netzwerkkonferenz „Verbraucherbildung – Konsumkompetenz stärken“ des Bundesverbraucherministerium (BMELV) statt. „Die Kultusminister müssen Flagge zeigen. Bislang engagiert sich nur die Hälfte der Länder“, erklärt vzbv-Vorstand Gerd Billen. In einer gemeinsamen Resolution fordern die Mitglieder des vzbv einheitliche Bildungsstandards, eine stärkere Verankerung in den Lehrplänen und eine bessere Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte. Der vzbv begrüßt die Fortführung des Projekts „Materialkompass“ durch das BMELV.

Mit der Initiative „Verbraucherbildung – Konsumkompetenz stärken“ startete das BMELV im November 2010 ein bundesweites Netzwerk im Bereich der Verbraucherbildung. Der vzbv und seine Mitgliedsorganisationen ziehen eine positive Bilanz, fordern in einer Resolution von den Bildungspolitikern in Bund und Ländern jedoch weitere Schritte:

  • Die Schaffung von verbindlichen bundeseinheitlichen Standards zur Verbraucherbildung,
  • eine stärkere Verankerung der Verbraucherbildung in den schulischen Lehrplänen,
  • Förderung der Verbraucherbildung in der Lehreraus- und -fortbildung,
  • die Unterstützung der Schulen und der Lehrkräfte bei der Umsetzung von Verbraucherbildung im Schulalltag und
  • die Stärkung der Verbraucherbildungsforschung.

Vor allem die Kultusminister der Länder sieht der vzbv in der Pflicht, eine bundesweite Initiative auf den Weg zu bringen. Bislang hat sich beim Thema Verbraucherbildung nur die Hälfte der Länder hervorgetan, ganz vorne dabei Bayern, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz.

Die Aktivitäten reichen von der Einrichtung runder Tische, über vermehrte Fortbildungen bis hin zur Einführung eines Wahlpflichtfaches. „Hamburgs Senator Ties Rabe muss als Präsident der Kultusministerkonferenz das Heft in die Hand nehmen“, fordert Billen.

Förderung verlängert: Materialkompass gibt weiter Orientierung

Erfreut zeigt sich der vzbv über die Entscheidung des BMELV, das Projekt „Materialkompass Verbraucherbildung“ weiter zu fördern. Dieses ist Bestandteil der Initiative „Verbraucherbildung – Konsumkompetenz stärken“. Im Rahmen dessen nahmen Experten im Auftrag des vzbv bislang 220 Unterrichtsmaterialien verschiedener Anbieter unter die Lupe und stellten die Bewertungen in einer Online-Datenbank Lehrkräften zur Verfügung (www.materialkompass.de).

Stärken und Schwächen von Materialien lassen sich so auf einen Blick erkennen. Rund zwei Drittel konnten mit „sehr gut“ und „gut“ bewertet werden. Der größte Teil davon war von der öffentlichen Hand finanziert. Materialien aus Unternehmen schneiden dagegen wesentlich schlechter ab. Rund ein Drittel der Wirtschaftsmaterialien erhielten wegen tendenziöser Darstellungen und didaktischer Unzulänglichkeiten nur ein „ausreichend“ oder „mangelhaft“. „Der Materialkompass sorgt für handfeste Qualität in der Verbraucherbildung. Es ist gut, dass das BMELV diese Arbeit weiter finanziell unterstützt“, so Billen.

 

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Pressekontakt

Elke Salzmann
Referentin Fortbildung
salzmann@vzbv.de
Peter Gnielczyk
Referent Fortbildung
gnielczyk@vzbv.de

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Lehrerin erklärt Schülern eine Aufgabe; Quelle: contrastwerkstatt / Fotolia.com

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