Bündnis für gute Pflege: Klare Wahlaussagen zur Pflege gefragt

07.12.2012
Bündnis für gute Pflege

Im Jahr 2030 könnte laut Statistischem Bundesamt schon jeder 20. Deutsche pflegebedürftig sein – und schon jetzt bezahlen Betroffene laut Barmer-Studie die Hälfte der Kosten selbst. Um die Perspektive für die Pflege in Deutschland zu verbessern, fanden sich vor einem Jahr 10 Verbände im „Bündnis für gute Pflege“ zusammen. Sie fordern, dass die Bundesregierung langfristig Vorsorge für ein würdevolles Leben im Falle der Pflegebedürftigkeit trifft. Für die politischen Parteien heißt das: Die Pflege wird im Bundestagswahlkampf 2013 ein prominentes Thema sein.

Die Bedeutung der Pflege für die Wählerinnen und Wähler spiegelt sich auch darin wider, dass das „Bündnis für gute Pflege“ in der kurzen Zeit seines Bestehens seine Kräfte verdoppeln konnte: Inzwischen gehören ihm bereits 21 Mitgliedsverbände und 12 Unterstützer an, darunter Verbände der Interessenvertretung pflegebedürftiger Menschen und pflegender Angehöriger, Wohlfahrts- und Sozialverbände und Gewerkschaften. Sie repräsentieren insgesamt 13,6 Millionen Einzelmitglieder, zu denen Hunderttausende Pflegebedürftige und Menschen aus Pflegeberufen gehören. Sie alle werden im Auge behalten, ob die Parteien der Pflege in ihren Wahlprogrammen einen wichtigen Platz einräumen.

Und die Bündnispartner haben die Parteispitzen zu Gesprächen eingeladen, in denen sie deren Vorstellungen zu ihren Forderungen abfragen werden:

  1. Maßgeschneiderte Leistungen für Pflegebedürftige
  2. Unterstützung und Anerkennung für pflegende Angehörige
  3. Bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen für beruflich Pflegende
  4. Gerechte Finanzierung

Wer Wähler gewinnen will, muss hier klare Ansagen machen. Darauf werden die Bündnispartner achten. Und darauf sollten auch die Bürgerinnen und Bürger in Wahlveranstaltungen dringen.

Informationen über das Bündnis und Details zu seinen Forderungen finden Interessierte im Internetauftritt unter http://www.buendnis-fuer-gute-pflege.de. Hier kann Jeder auch seinen „Wunsch-Satz für die Pflege“ veröffentlichen.

Schlagwörter zum Text

Pressekontakt

Dieter Lang
Referent Senioren und Pflege
Team Gesundheit