vzbv kritisiert neues Energiepaket

Effizient planen statt überstürzt handeln

30.11.2012
Offshore-Windturbine; Quelle: flickr.com / Tigre Hobbes (CC by-nc-nd)
Offshore-Windturbine
Bildquelle: flickr.com / Tigre Hobbes (CC by-nc-nd)

Das neue „Energiepaket“ der Regierungskoalition ist wieder einmal mehr Industrie- als Energiepolitik. „Bei Offshore-Wind hat man offensichtlich aus dem Solar-Desaster nichts gelernt“, kritisiert Holger Krawinkel, Energieexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv): „Statt Tempo rauszunehmen, um erst einmal Technologie und Industrie kontinuierlich weiterzuentwickeln und das Planungschaos in der Nordsee zu beseitigen, versucht es die Bundesregierung wieder einmal mit der Brechstange - auf Kosten der Verbraucher!“

So fällt die „Abschaltprämie“ für Betriebe, die Netzschwankungen durch vorübergehendes Abschalten ausgleichen, nach Ansicht des vzbv deutlich zu hoch aus. Gutachter hatten statt der nun beschlossen Prämie von 20000 nur 2000 Euro je Megawatt empfohlen – ein weiteres Geschenk an die Industrie, das energiewirtschaftlich nicht zu rechtfertigen ist. Die vorgesehenen Regelungen zur „Kaltreserve“ seien dagegen angemessen. Allerdings sind bereits Versuche der Energiewirtschaft erkennbar, die strengen Regeln zu Ihren Gunsten aufzuweichen. So sollen stillgelegte Kraftwerke, die zur Versorgungssicherheit in die Kaltreserve kommen, statt der Kosten jetzt auch wieder Gewinne erstattet bekommen.

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Holger Krawinkel
Geschäftsbereichsleiter Verbraucherpolitik
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